The best things in life are free…

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Vor einiger Zeit ist mir etwas Wunderbares passiert.

Ich kam gerade aus dem Bahnhof heraus gelaufen, als mich ein Mädel mit einem Pappschild ansprach.

Auf diesem Schild stand: Hugs for free – kostenlose Umarmungen

Zuerst war ich irritiert, aber dann konnte ich nicht wiederstehen und musste dieses liebe Geschöpf einfach umarmen.

Mein Tag war nach dieser spontanen Aktion um ganz viele Sonnenstrahlen reicher (obwohl es regnete 😉 )

httpswww.facebook.com top10homeremedies

Vielleicht habe ich irgendwann selbst einmal den Mut, mich mit einem Pappschild um den Hals in die Fußgängerzone zu stellen und Umarmungen zu verschenken. Einfach so… weil es saugut tut!!!!

Ich wünsche euch heute einen wunderbaren Tag! Und vielleicht habt ihr ja Lust, so ganz spontan jemanden in den Arm zu nehmen?

Kleiner Tip: Sagt eurem Gegenüber zuerst was ihr vorhabt, sonst könnte derjenige spontan die Flucht ergreifen – und das wäre nun nicht ganz im Sinne des Erfinders 😉

Quelle Foto: https://www.facebook.com/top10homeremedies

Nähe und Distanz – ein ganz normaler Kuschelabend

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Leider ist es schon sehr lange her, dass ich mal einfach nur in den Arm genommen worden bin. Einfach so – ohne Hintergedanken, ohne Grund und ohne Verpflichtung.

Ich vermisse dieses Gefühl so sehr, dass es sich zu einer großen Sehnsucht entwickelt hat.

 

Dann stand ich an dem Punkt, an dem ich mich entscheiden konnte, etwas an dieser Situation zu ändern. Ich habe meinen freund Google gefragt, ob er mir etwas raten kann und er schlug mir vor, es mal mit einer „Kuschelparty“ zu versuchen.

 

Jetzt kam natürlich gleich der Gedanke hoch, dass es sich hier bestimmt um ein verkapptes Erotikevent handelt, aber neugierig war ich dann doch. Und so habe ich mich durch diverse Kuschelparty-Homepages gelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich das mal ausprobieren möchte.

 

Auf den Seiten wurde beschrieben, wie so ein Abend abläuft und wie die Regeln sind.

Nachdem ich herausgefunden hatte, dass die Klamotten an bleiben, kein Gefummel und kein sexuell geartetes Verhalten geduldet wird und ständig ein Moderator anwesend ist, der dafür Sorge trägt, dass keiner die Regeln bricht, habe ich meine Tasche gepackt und bin zum Treffpunkt gefahren.

 

So ein bissl Bammel hatte ich schon, weil es kann ja viel geschrieben werden im Netz – wer sagt denn, dass das nachher auch wirklich so ist…?

Also bin ich recht unsicher und nervös die Treppe zum Dojo hinaufgestiegen. Dort bin ich gleich als Newcomerin entlarvt worden und nach einer sehr herzlichen Begrüßung habe ich mich in meine Joggingklamotten geschmissen und bin zielstrebig Richtung Kuschelraum marschiert.

 

Ich war sehr erstaunt, dass so viele Menschen dort waren. Knapp 30 Menschen unterschiedlichen Alters und Charakters waren anzutreffen.

 

Der Abend wurde mit einer schmissigen Tanzrunde eröffnet, welche die Stimmung etwas lockern und den Kopf frei machen sollte, um sich auf das Kommende einzustimmen.

Nach der Tanzrunde gab es eine kurze Vorstellungsrunde, bei der ich feststellen konnte, dass noch einige andere außer mir das erste Mal bei einem Kuschelabend waren. Da war ich dann etwas beruhigter und konnte dem Abend gelassener entgegensehen.

 

Es folgten einige Übungen zur Kontaktaufnahme, wie beispielsweise seinem Gegenüber die Hände zu geben und zu führen, bzw sich führen zu lassen oder die Übung, sich Rücken an Rücken zu stellen und so zu tanzen. Der Moderator schaffte es das Ganze mit Witz und Charme rüberzubringen, was der Stimmung immens gut tat.

 

Es folgte ein Ritual, bei welchem sich Gruppen von fünf Personen zu einem Kreis formierten. Immer abwechselnd durfte sich einer in die Mitte des Kreises stellen und die Außenstehenden durften den/die in der Mitte ganz langsam und achtsam berühren. Was sehr gut rübergebracht wurde, war die Möglichkeit sich jederzeit von den Berührungen oder dem ganzen Geschehen zu distanzieren. „Nähe erhalten aber nicht ertragen“ war die Devise. Das war wichtig, denn ich habe an mir selbst gemerkt, dass ich dazu neige, dinge mit mir machen zu lassen, die mir eigentlich zu viel sind. Und ich hatte an diesem Abend eine tolle Gelegenheit, einmal „Nein“-sagen zu üben.

 

Nach dem alle der Fünfergruppe einmal in der Mitte gestanden sind, gab es eine Pause mit kleinen Snacks. Was mich sehr verwundert hat, war die Ruhe in dem Raum. Kaum jemand sprach, jeder war ganz bei sich und zufrieden. Das war mal eine sehr schöne Erfahrung, nicht immer alles gleich totquatschen zu müssen. Ich habe das sehr genossen!

Paar 2 

Nach der Pause setzten wir uns alle in einen Kreis. Wir sollten dann im Vierfüsslerstand durch die Mitte des Kreises auf die gegenüberliegende Seite krabbeln. Als in der Mitte ein Riesentumult ausbrach, sagte der Moderator, wir sollen und einfach an Ort und Stelle fallen lassen und hinlegen – so schnell bildet man ein menschliches Wollknäuel 😉 erstaunlich 😉

 

Wir sollten einfach mal in Kontakt mit der Situation und den anderen Teilnehmern kommen.

Als es gerade anfing bequem zu werden, wurden wir vom Moderator wieder „aufgescheucht“. Er ließ und nochmals durch den Raum laufen und dann sollten wir eine Menschenschlange bilden. Und zwar sollten am Anfang der Schlange die Leute sein, die sehr viel Kuschelbedarf hatten und mitten ins Geschehen wollten und am ende der Schlange sollten diejenigen gehen, die etwas mehr Distanz, Kontrolle und Freiheit benötigten.

 

Ich traute der ganzen Geschichte noch nicht so wirklich und reihte mich deshalb ziemlich gegen Ende der Schlange ein. Nun ließ uns der Moderator eine Spirale gehen und als diese schön eng war, sollten wir uns wieder fallen lassen. Schön war nun, dass ich einen tollen Platz am Rande des Geschehens hatte und mir somit mein Freiraum geblieben war, den ich momentan noch brauchte.

 

Von ganz allein fanden nun Hände zu Händen, der eine Kopf lag auf dem Bauch des anderen, Beine überkreuz, eine Hand an einem Fuß von jemand anderem, Körper an Körper, Kopf auf Schulter eines anderen,… also jeder kuschelte und schmiegte sich an.

Erstaunlicherweise lief der ganze Abend wirklich ohne Gegrabsche oder Gefummel ab. Im Gegenteil, ich war erstaunt, als ich bemerkte, dass ich selbst auch keinerlei Interesse daran hatte, mir nur Gedanken in diese Richtung zu machen. Dafür habe ich die Nähe und die Streicheleinheiten viel zu sehr genossen.

 

Und siehe da, im Laufe der Zeit, hatte ich mich von ganz allein immer weiter in die Gruppe hineingekuschelt. Ich lag nun nicht mehr ganz am Rand wie zu Anfang, sondern mitten drin.

Ich kam mit den unterschiedlichsten Gefühlen in Kontakt. Da war die Angst, mir etwas zu gönnen, „was ich ja gar nicht verdient habe“, oder der Gedanke, dass „ich mir selbst im Wege stehe“, aber auch der Gedanke, dass „ich vertrauen darf und dieses Vertrauen nicht missbraucht wird“ kam hoch und fühlte sich sehr sehr gut an.

 

Dieser Abend war eine tolle und ganz extreme Selbsterfahrung für mich. Ich habe tolle Menschen auf eine Art und Weise kennenlernen dürfen, wie man es normalerweise nicht unbedingt tut. Von den meisten kenne ich noch nicht einmal den Namen. Das macht aber auch nichts, denn jeder hat auf seine Art ganz viel gegeben und ganz viel bekommen. Jeder einzelne war richtig und wichtig – genau so wie er/sie war und ist. Da braucht es keine Oberflächlichkeiten wie Namen. Und doch würde ich mich sehr freuen, das eine oder andere Gesicht einmal wiederzusehen.

 

Denn eines ist sicher: das war nicht mein letzter Kuschelabend, sondern mein Erster!!!

 

 Mich würde jetzt noch brennend interessieren, was du über so einen Kuschelabend denkst. Wäre das auch was für dich? Was hast du für eine Meinung hierzu? Ich bin schon ganz gespannt, auf Deine Kommentare und Beiträge!

Der Daumen

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Beim Stöbern habe ich dieses Gedicht von Willy Meurer gefunden.

eine schöne Zusammenfassung dessen, was uns unser kleiner Daumen alles ermöglicht.

Der Daumen

Der Daumen ist einer der wichtigsten Teile am menschlichen Körper:

Man kann ihn lutschen;
Als Kellner kann man ihn beim Servieren in der Suppe halten;
Man kann ihn sich irgendwo hin stecken, um ihn warm zu halten;
Man kann ihn nach oben zeigend recken, um zu zeigen, daß es einem gut geht;
Man kann ihn auch nach unten zeigend recken, um zu zeigen, daß es einem schlecht geht;
Man kann ihn anderen auf’s Auge drücken;
Man braucht ihn zum Geldzählen – wenn man welches hat;
Man kann in einem Buch Eselsohren damit anlegen;
Man kann Anhalter damit spielen;
Man kann Haustürklingeln damit in Gang setzen;
Man kann nach hinten über die Schulter gerichtet damit anzeigen, daß jemand verschwinden soll;
Man kann als Nasenbohrer nicht auf ihn verzichten, um „Kügelchen“ zu drehen;
Man braucht ihn, um Hosen-Hemden-Blusen-und andere Knöpfe damit zu knöpfen;
Man kann an Büstenhaltern und Korsetts die Haken damit öffnen;
Man kann als Mann in der Hosentasche Ausbeulungen damit erzeugen, die etwas vortäuschen, was nicht da ist;
Man kann ihn zwischen Zeige-und Mittelfinger stecken, um damit obszöne Andeutungen zu machen;
Man kann bei einem Rohrbruch das Loch solange damit abdichten, bis der Installateur kommt;
Man kann auch seinen Abdruck bei der Polizei abgeben, für den Fall, daß man mal seine eigene Identität vergißt.
Man kann nach dem Öffnen einer Sektflasche mit dem Daumen die Öffnung abdichten, die Flache schütteln, und mit den Umstehenden dann neckische Spiele betreiben.

Was wären wir Menschen ohne unsere Daumen?

Wie schön ist es, dass wir unsere Daumen haben. Und welche Einschränkung kann es sein, wenn uns dieser kleine Körperteil fehlt.

Oder was meinen Sie? Wofür brauchen Sie Ihren Daumen?

© Willy Meurer (*1934), deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist, M.H.R. (Member of the Human Race), Toronto

Hände – so viel mehr als nur ein Körperteil

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Unsere Hände sind Teil unserer Extremitäten. In der Regel ausgestattet mit einer Handfläche und fünf Fingern dient uns die Hand zum Greifen, Spüren und Tasten.

Unser Gehirn kann die Informationen unserer Hände in Bilder umwandeln und unterstützt auf diese Weise unsere Sinnesorgane. Für sehbehinderte Menschen beispielsweise sind die Hände die Augen und ermöglichen durch das Ertasten die Wahrnehmung der Umwelt.

Und hier sind wir bei einer sehr wichtigen Fähigkeit unserer Hände angelangt. Sie ermöglichen uns eine feinere Wahrnehmung.

Wer kennt sie nicht, die Situation, dass man seinem Gegenüber die Hand gibt und auf einmal bekommt man eine Flut von Informationen über denjenigen, ohne dies bewusst wahrzunehmen. Ist die Hand kalt oder warm, schwitzig oder trocken, rau oder weich, groß oder klein. Ist der Händedruck freundlich, zurückhaltend oder eher kräftig und forsch?

Innerhalb von Millisekunden macht sich unser Gehirn ein Bild von dem Menschen, dessen Hand wir soeben genommen haben. Es analysiert die Infos und hilft uns, die Situation als freundlich oder als feindlich einzustufen.

Von Händen berührt zu werden kann sowohl positiv als auch negativ empfunden werden. Wenn die Berührung in beiderseitigem Einvernehmen stattfindet, so kann diese uns wohlige Schauer und auch ein Gefühl der Sicherheit bereiten.

Von Händen berührt zu werden kann ein Geschenk sein. Denken sie nur einmal an eine wohltuende Massage. Wenn es uns schlecht geht, freuen wir uns über eine Umarmung und als verliebtes Paar wollen wir die Hand des Anderen gar nicht mehr loslassen.

Alltägliches wie beispielsweise essen, anziehen, schreiben, Zähne putzen und noch vieles mehr, wird zu einer großen Herausforderung, wenn wir unsere Hände hierfür nicht nutzen können. Sofort sind wir auf die Hilfe und Unterstützung von anderen angewiesen. Spätestens in dieser Situation wird deutlich, wie wichtig unsere Hände für uns sind.

Die Hände übernehmen einen großen Teil unserer Kommunikation ohne dass wir uns dessen wirklich bewusst sind. Das „Reden mit den Händen“ ist allgegenwärtig. Jeder tut es. Wir nutzen die Gesten der Hände zur Untermalung und Betonung dessen, was wir sagen. Oder ersetzen manche Wörter ganz durch Gesten. Die Gebärdensprache ist in Deutschland sogar offiziell als Fremdsprache anerkannt. Der Hauptteil dieser Form der Sprache findet über händische Gesten statt. Unsere Körpersprache wird durch Gesten, Hand- und Fingerhaltungen mit geprägt. Signale wie STOP, Hallo und die Kusshand, um nur einige Beispiele zu nennen, kennt jeder. Und jeder versteht sie – egal in welcher Sprache dieser Mensch sich verbal verständigt. Eine Kultur- und Sprachübergreifende Kommunikation wird möglich.

Deine Hand

Bestimmte Handhaltungen beeinflussen auch unseren Gemütszustand. Beim Beten falten wir die Hände, bei Meditationen werden oft Mudras (symbolische Handgesten) genutzt und bei Yoga und Qi Gong unterstützen manche Gesten die Atmung. Natürlich gibt es auch hier noch wesentlich mehr Beispiele, nur würde es den Rahmen sprengen, diese alle hier aufzuzählen.

Wir nutzen unsere Hände auch dazu, anderen zu schaden und Leid zuzufügen. Grobe Berührungen, Schläge und Gesten, wie beispielsweise der bekannte gestreckte Mittelfinger, sind Ausdrucksformen unserer Persönlichkeit, die mit Hilfe unserer Hände umgesetzt werden. An dieser Stelle gilt es aber zu erwähnen, dass unsere Hände in diesen Fällen als durch unser Bewusstsein gesteuertes Werkzeug verwendet werden. Dies geschieht willentlich und mit bestimmter Absicht.

Ebenso willentlich und mit Absicht können wir uns und anderen mit unseren Händen Gutes tun. Der Austausch von Zärtlichkeiten, eine tröstende Hand oder ein aufmunterndes Schulterklopfen zum Beispiel.

Auch in vielen Sprichwörtern wird die vielseitige Bedeutung unserer Hände deutlich:

  • jemandem unter die Arme greifen

  • jemandem die Hand reichen

  • die Hand für etwas ins Feuer legen

  • von der Hand in den Mund leben

  • eine Hand wäscht die andere

  • Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach

Es lohnt sich also, einmal bewusst wahrzunehmen was wir mit unseren Händen tun und was unsere Hände für uns tun – und dankbar dafür zu sein, dass wir sie haben.

Perfektionismus – für Frauen ein Muss?

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Wenn ich so auf meinem imaginären Sofa sitze und mir die Menschen betrachte, die an mir vorbeigehen, dann fällt mir auf, dass viele Frauen ein starkes Bedürfnis nach Perfektionismus ausstrahlen.

Beispielsweise die Mama, die den neuesten Kinderwagen vor sich herschiebt, dabei das Baby mit den neuesten Modetrends ausstaffiert hat und selbst eine kunstvoll perfekt sitzende Frisur trägt.

Oder das Girly, das ihre Kleidungswahl exakt an den aktuellen Trend angepasst hat und natürlich ihren Freundinnen in nichts nachstehen darf. Dabei darf natürlich auch die kreative Kunst des Schminkens nicht zu kurz kommen.

Auch die Freundin eines jungen smarten Herren scheint sich in Perfektionismus zu üben. Sie Hat sich sehr schick gemacht für ihren Freund. Der Rock bedeckt kaum die Hüften und die Schuhe zaubern Beine bis in den Himmel. Sie lacht wenn er lacht, sie nickt artig, wenn er sie etwas fragt und sie hält sich dezent im Hintergrund als ihr Freund ein paar Kumpels trifft. Sie macht ihren Job wirklich gut.

Das hat mich veranlasst mir Gedanken zu machen, warum das wohl so ist. Ich habe mich auf die Suche nach einer Definition für Perfektionismus gemacht und bei Wikipedia folgendes gefunden:
„Perfektionismus ist allgemein das Streben nach Perfektion.“ Aha.

Wikipedia geht noch einen Schritt weiter uns setzt Perfektion mit Vollkommenheit gleich. „Vollkommenheit bezeichnet einen Zustand, der sich nicht noch weiter verbessern lässt. Vollkommen nimmt dabei eine Mehrfachbedeutung an: einerseits im Sinne von Makellosigkeit (lateinisch integritas), also ein von Beschädigungen freier Zustand, andererseits im Sinne von zum Vollen kommen bzw. Vollendung (lat. perfectio), also als finales Ergebnis einer abschließbaren Serie von Verbesserungen als absolute innere Zweckmäßigkeit. Gemein ist diesen beiden Bedeutungen der Kontext von Unübertrefflichkeit – der makellose bzw. vollendete Zustand ist jeweils ein Maximum des jeweils Erreichbaren – hierin erinnert er an das Begriffsfeld Ideal.“

Erstaunlich finde ich, dass sich das Bild der vollkommenen (perfekten) Frau in den einzelnen Epochen sehr stark unterscheidet. In der Zeit des Malers Peter Paul Rubens (1577-1640 – Barockschönheiten) galt die weibliche Leibesfülle als Zeichen für Sinnlichkeit, Wohlstand und Lebensfreude.
Waren in den 50er Jahren noch kurvenreiche Marilyn-Monroe-Figuren mit Brigitte-Bardot-Schmollmund gefragt, so setzte kurz danach die super dünne, kindhafte Twiggy mit Kurzhaarfrisur und riesigen Hungeraugen neue Akzente. Erstmals machte die „Krankheit“ Cellulite die Runde. Kaum hatten sich die Frauen die Haare abgeschnitten, kam in den Siebzigern ein romantischer Frauentyp mit Wallehaare in Mode. Ein paar Jahre später wurden die Haare wieder abgeschnitten und die Frauen sollten nicht mehr verspielt, sondern emanzipiert erscheinen. Langbeinig, hochgewachsen und ein mittelgroßer fester Busen waren das Maß aller Dinge. Wenige Jahre danach sollten die Frauen nicht nur schlank, sondern auch noch muskulös sein. Cellulite wurde zum Problem – weibliche Hüften galten als „dick“.
Zu Beginn der neunziger Jahre wurden große Brüste und schlanke Taillen modern. Doch wie machen, wenn die eigene biologische Anlage keine großen Brüste vorgesehen hat? Die Schönheitschirurgie trat ihren Siegeszug an. Von der Frau von heute wird gleich ein komplettes Rundumwohlfühlpaket verlangt: schlank, durchtrainiert, nicht zu männlich, sexy, weiblich, tolle Brüste, tolle Haare, gutes Modebewusstsein und niemals so alt aussehen wie sie ist.

Margaret Minker (Autorin) schreibt in ihrem Buch „Selbstwert statt Marktwert“:

Schönheitsideale sind nur dann etwas wert, wenn sie für die allermeisten praktisch unerreichbar sind.

So ist der Gang zum Schönheitschirurgen heute fast schon alltäglich und selbstverständlich.

Ein Körper nach Maß – makellos, vollkommen, unübertrefflich – einfach: perfekt.

Doch wozu das Ganze? Warum tun sich Frauen diesen „Wahnsinn“ an? Zählt denn nur der Körper?
Dazu lest ihr mehr in meinem Artikel „Perfektionismus – für Frauen ein Muss? (Teil 2)“
erscheint bald

Was ist mit Selbstwert, Selbstliebe und Individualität?
Dazu lest ihr mehr in meinem Artikel „Perfektionismus – nicht nur für Frauen ein Thema“
erscheint bald

Quellenangabe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Perfektionismus_%28Psychologie%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Vollkommenheit
Margaret Minker, Selbstwert statt Marktwert – sich schön fühlen und selbstbewusster werden, GU-Verlag 3-7742-2594-X

Ehrliche Liebe

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Es gibt Tage im Leben, da frage ich mich, warum alles so ist wie es ist.

Ich bin nun seit eineinhalb Jahren Single und hab keine Ahnung wie ich das ändern soll.

Noch wichtiger ist die Frage, ob ich es ändern will…

Ich habe keine Lust mehr auf leere Versprechungen, aneinander vorbei leben und schlechte Erfahrungen machen.

Ich möchte mich verlieben und es soll ehrlich sein. Eine ehrliche Liebe.

Ein Miteinander auf Augenhöhe, ein Verstehen ohne Worte, das Herz berühren – einfach so.

Eine Beziehung mit Respekt, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit.

Ich träume von Sonnenuntergängen Seite an Seite.

Ich träume von Bauchweh vom miteinander Lachen.

Ich träume von Schultern, an die ich mich anlehnen darf.

Ich träume von tiefen, liebevollen Blicken, die mir sagen: wir zwei!

Ich träume…

ja leider sind es nur Träume.

Wo sind die Menschen, für die Respekt, Verantwortung und Verständnis nicht nur leere Worte sind? Wo sind die Menschen, die auch in schwierigen Zeiten sich zusammen mit dem Partner durchkämpfen und nicht gleich das Handtuch werfen? Wo sind die Menschen, denen Treue noch wichtig ist? Wo sind die Menschen, die eine Beziehung auf Ehrlichkeit und Vertrauen aufbauen?

Gibt es sie noch? Und wo kann ich diese Menschen finden?

Denn wenn ich ehrlich zu mir selber bin, dann wünsche ich mir nichts mehr, als endlich den Menschen zu finden, der zu mir passt.

Meinen Deckel für den Topf.

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