Beständigkeit und ein faszinierendes Paradoxon

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Was ist  Beständigkeit?

Diese Frage beschäftigt mich heute ganz besonders. Bei diesem Wort kommen in mir ganz viele gemischte Gefühle hoch.

Es kommt Sehnsucht, aber auch Angst hoch.

Es kommen Wut, Trauer und Verzweiflung.

Eine Suche nach Hoffnung, ein schweres Herz, Enge in der Brust…

 

Ich entscheide mich genauer hinzusehen

Was ist Beständigkeit?

Wikipedia definiert es so:

Beständigkeit steht für

gegenständliche Bedeutungen: – Haltbarkeit und Stabilität, insbesondere als –Härte und Widerstandsfähigkeit von Gegenständen und Produkten […]

Im philosophisch-psychologischen Sinn: – Dauer, Regelmäßigkeit – Gleichmut, seelische Stabilität […]

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Best%C3%A4ndigkeit

 

Doch was ist Beständigkeit für mich?

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten, denn jeder Gedanke ist mit unterschiedlichen Gefühlen gepaart.

Denke ich an eine beständige Partnerschaft, dann kommt eine unglaubliche Sehnsucht in mir hoch. Eine Sehnsucht nach Liebe, Vertrauen und Zukunft. Gleichzeitig meldet sich auch die Angst. Die Angst eingesperrt zu sein in einer Beziehung, die Angst an etwas festzuhalten, das ich eigentlich doch nicht will.

Wenn ich an einen beständigen Arbeitsplatz denke, dann fallen mir Begriffe wie Zwang, Verpflichtung und Disziplin ein. Aber auch Sicherheit, Unabhängigkeit und ein Hauch von Luxus.

Sicherheit fällt mir auch ein, wenn ich an beständige Freundschaften denke. Begriffe wie Freude, Verantwortung, Gemeinsamkeit fallen mir hier ein. Als Gefühl meldet sich wieder die Sehnsucht,l denn eine beständige Freundschaft ist ein großes Geschenk. Und es kommt Traurigkeit. Traurigkeit begründet im Verlust solcher Freundschaften.

 

Der Lauf der Unbeständigkeit

Ich stelle gerade fest, dass ich sehr beständig bin…

… sehr beständig in meiner Denkweise und wie ich diese hier aufschreibe. Ja, mein Gedankenkarussell ist sehr beständig.

Auch die Tatsache, dass in meinem Leben bisher nichts wirklich beständig war, ist ein sehr beständiger Kreislauf. Hier wünschte ich mir allerdings mehr Unbeständigkeit. Meine Gedanken dürfen sich gerne mal andersrum drehen.

 

Daraus ergibt sich ein faszinierendes Paradoxon:

In dem was beständig ist suchen wir Unbeständigkeit, in den Bereichen wo Unbeständigkeit herrscht, wünschen wir uns Beständigkeit.

Wenn wir das nun als Gesetzmäßigkeit festlegen, dann ist das Streben nach Beständigkeit gleich dem Streben nach Unbeständigkeit. Somit ist das Streben nach Beständigkeit genauso beständig, wie das Streben nach Unbeständigkeit.

Womit bewiesen wäre: nichts im Leben ist beständig außer die Unbeständigkeit.

Ob uns das gefällt oder nicht.

Und mit dieser Erkenntnis wünsche ich euch einen tollen Tag!

 

Bildquelle: Mit freundlicher Genehmigung von Andrea Nagel: https://www.facebook.com/AndreaNagel.AnNa?ref=hl

 

 

 

Authentisches Bloggen und was ich darunter verstehe

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Ich habe gerade einen Artikel von mymonk.de* gelesen, in dem es um authentisches Bloggen geht.

Jetzt stelle ich mir die Frage, was ist das „authentisches Bloggen“?

 

Bin ich authentisch?

Ich ertappe mich oft dabei, wie ich vor kreativen Ideen nur so sprühe. Wenn dann aber mein innerewr Zenseur fertig ist mit seiner Beurteilung, dann ist von meinen Ideen oftmals nicht mal mehr die Überschrift übrig.

Es ist für mich authentisch, dass ich unregelmäßig poste. Ich habs echt versucht, so wie oft geraten wird, regelmäßig zu Posten. Der Effekt war, dass ich eine riesige innerliche Schreibblockade errichtet habe und gar nichts mehr geschreiben bekommen habe.

Ich möchte einen ehrlichen und authentischen Blog. Mit Beiträgen aus meinem Leben, meinen Gedanken, meiner Kreativität,…

 

Wie blogge ich richtig?

Ich bin noch so ein Blogger-Frischling und total unsicher. Also habe ich mir Infos und Bücher zum Thema besorgt: „Wie blogge ich richtig?“ und dabei musste ich feststellen, dass mein Blog nach weitläufiger Fachmeinung nicht funktionieren kann!

Ich habe keinen klaren Themenbereich, auch arbeite ich mit Cat Content und alten ausgelutschten Zitaten und Lebensweisheiten.

Ich habe kaum Bilder drin, weil ich nicht weiß wo ich schöne, passende und erlaubte Bilder finden kann.

Meine Texte sind alle (bis auf die Zitate und Weisheiten) selbst geschrieben, weil ich keine Ahnung habe, wie und ob ich andere / fremde Texte einbinden kann und darf. Ich habe zwar mal den ein oder anderen Versuch gemacht Zitate und Texte einzubinden, aber ob das so korrekt ist, weiß ich nicht wirklich…

Ich wurschtel einfach mal so vor mich hin und hoffe, dass irgendwas dabei rauskommt, was vielleicht doch jemanden interessieren könnte.

 

Ich schreibe was mir in den Sinn kommt

Und dann lese ich den Artikel von Tim* über das authentische Bloggen und denk mir: Also wenn ich in meinem Blog irgendwas richtig gemacht habe, dann das, dass ich immer authentisch geschrieben habe. Ich habe mich keiner tollen Themen bedient, die sich super vermarkten lassen und ich habe keine Extra-In-Sprache verwendet (ok – ich gebs zu: Ich schreibe anders als ich spreche. Doch wer kann und will schon wirklich Dialekt lesen?)

Ich schreibe über Dinge, die meinem Hirn und dessen Windungen entsprungen sind, über Dinge die mir begegnet sind, Themen zu denen ich inspiriert wurde und Zitate, die mich berühren.

 

Ich schreibe… Ja warum schreibe ich eigentlich?

Eine gute Frage…

Zuerst sollte es nur ein Experiment für mich sein, aber ich habe schnell gemerkt, dass es für mich mehr ist. Es tut mir gut zu schreiben und meine Gedanken in Form zu bringen und zu veröffentlichen. So macht mein ständiges Grübeln und Analysieren auch endlich Sinn.

Ich bin oft selbst überrascht, wenn ich nach einger Zeit meine Texte nochmals lese.

Ich denke, mein Blog ist so authentisch, wie es mir möglich ist.

 

Was denkt ihr?

Für mich wäre es jetzt ungemein spannend zu wissen, was Ihr über meinen Blog, das authentische Schreiben und diesen Bericht denkt. Laßt es mich doch gerne wissen.

Auch über Kritik, Lob, Anregungen und Tips jeder Art freue ich mich!

 

* Hier der Link zum Beitrag von Tim von mymonk.de: http://mymonk.de/warum-ich-deinen-blog-nicht-mag/

Was WIRKLICH wichtig ist und was ich WIRKLICH wissen möchte

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Es ist für mich nicht wichtig, womit du deinen Lebensunterhalt verdienst.

Ich möchte wissen, wonach du innerlich schreist
und ob du zu träumen wagst, der Sehnsucht deines Herzens zu begegnen.

Es ist für mich nicht wichtig, wie alt du bist.

Ich möchte wissen, ob du es riskierst, wie ein Narr auszusehen,
um deiner Liebe willen, um deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.

Es ist für mich nicht wichtig, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen.

Ich möchte wissen, ob du den tiefsten Punkt deines Lebens berührt hast, ob du geöffnet worden bist von all dem Verrat, oder ob du zusammengezogen und verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual.

Ich möchte wissen, ob du mit dem Schmerz – meinem oder deinem – da sitzen kannst, ohne zu versuchen, ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen.

Ich möchte wissen, ob du mit der Freude – meiner oder deiner – da sein kannst, ob du mit Wildheit tanzen kannst, von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen erfüllt mit Begeisterung, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft, oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.

Es ist für mich nicht wichtig, ob die Geschichte, die du erzählst, wahr ist.

Ich möchte wissen, ob du jemanden enttäuschen kannst, um dir selber treu zu sein. Ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht deine eigene Seele verrätst.

Ich möchte wissen, ob du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig.

Ich möchte wissen, ob du die Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist, und ob du Dein Leben aus der Kraft des Universums speisen kannst.

Ich möchte wissen, ob du mit dem Scheitern – meinem und deinem – leben kannst und trotzdem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmonds rufst: – Ja! –

Es ist für mich nicht wichtig, zu erfahren, wo du lebst und wie viel Geld du hast.

Ich möchte wissen, ob du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und der Verzweiflung, erschöpft, und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für die Kinder getan werden muss.

Es ist für mich nicht wichtig, wer du bist und wie du hergekommen bist.

Ich möchte wissen, ob du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst.

Es ist für mich nicht wichtig, wo oder was oder mit wem du gelernt hast.

Ich möchte wissen, ob du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gern mit dir zusammen bist.

Ich möchte wissen, was dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt.

Quelle: Oriah Mountain Dreamer, indianische Heilerin aus Kanada, gefunden auf verschiedenen Homepages