Vorsicht kritisch! – Sieht Liebe für euch so aus?

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Sieht Liebe für euch so aus?

  • Kompromisse, Abhängigkeit, falsches Verantwortungsgefühl, Pflichterfüllung
  • Herzenswünsche für den anderen aufgeben
  • akzeptieren, erdulden und ertragen
  • entschuldigen, rechtfertigen und verteidigen
  • in alten Gewohnheiten verharren – festgewachsen in all den Jahren
  • sich unterordnen, selbst aufgeben, anpassen, dienen
  • stets zum Wohle aller

 

Das kling nicht nach Liebe?

 

Dann will ich euch jetzt fragen:

Warum lebt ihr es dann???

 

Das Leben vergeht

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Das Leben vergeht

Jeden Moment vergeht wieder ein Moment meines Lebens

Ich sitze hier,

nehme es wahr

Begreife, dass viele Menschen, die mir am Herzen liegen viel zu schnell nicht mehr bei mir sein werden

*

Das Leben vergeht

Jeder Moment davon ist so kostbar – mit nichts zu bezahlen

Ich sitze hier,

nehme es wahr

Begreife, dass ich allein die Macht habe, mein Leben zu gestalten – viel zu schnell werde ich alt und die Kraft schwindet

*

Das Leben vergeht

Jeden Moment achtsam, glücklich, in Frieden, liebevoll, mit allen Sinnen genießen

Ich sitze hier,

nehme es wahr

Begreife, dass ich weine, weine um mein Leben. Mein Leben das war und das welches gerade ist

Denn ich erkenne, ich weiß nicht wie man es tut – LEBEN

***

c) https://rummelplatzsofa.wordpress.com/

Herbstblumen

 

Was das Herz will?

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Ganz oft im Leben steht man an Weggabelungen an denen man sich für einen Weg entscheiden sollte.

Mir geht es gerade wieder einmal so.

Und auf die Frage hin, was ich tun soll – wie ich mich am besten entscheiden soll – kam ganz oft die Gegenfrage:
Was will dein Herz?

Ja, was will es denn?

  • Auf meinen Verstand hören –
    abwägen, strukturieren, orgnaisieren, planen, Lösungen entwickeln,… all das kenne, kann und mach ich.
  • Auf meinen Bauch / meine Intuition hören hören –
    das lerne ich immer mehr.
  • Auf mein Herz / meine Seele hören –
    kenne ich nicht – Wie geht das?

Wie kann ich den Weg zu meinem Herzen finden und seine Sprache verstehen lernen?

Ich Kornkreis

 

Bildquelle: Mit freundlicher Genehmigung von: http://www.praxis-raumfuerdich.de/

Beständigkeit und ein faszinierendes Paradoxon

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Was ist  Beständigkeit?

Diese Frage beschäftigt mich heute ganz besonders. Bei diesem Wort kommen in mir ganz viele gemischte Gefühle hoch.

Es kommt Sehnsucht, aber auch Angst hoch.

Es kommen Wut, Trauer und Verzweiflung.

Eine Suche nach Hoffnung, ein schweres Herz, Enge in der Brust…

 

Ich entscheide mich genauer hinzusehen

Was ist Beständigkeit?

Wikipedia definiert es so:

Beständigkeit steht für

gegenständliche Bedeutungen: – Haltbarkeit und Stabilität, insbesondere als –Härte und Widerstandsfähigkeit von Gegenständen und Produkten […]

Im philosophisch-psychologischen Sinn: – Dauer, Regelmäßigkeit – Gleichmut, seelische Stabilität […]

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Best%C3%A4ndigkeit

 

Doch was ist Beständigkeit für mich?

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten, denn jeder Gedanke ist mit unterschiedlichen Gefühlen gepaart.

Denke ich an eine beständige Partnerschaft, dann kommt eine unglaubliche Sehnsucht in mir hoch. Eine Sehnsucht nach Liebe, Vertrauen und Zukunft. Gleichzeitig meldet sich auch die Angst. Die Angst eingesperrt zu sein in einer Beziehung, die Angst an etwas festzuhalten, das ich eigentlich doch nicht will.

Wenn ich an einen beständigen Arbeitsplatz denke, dann fallen mir Begriffe wie Zwang, Verpflichtung und Disziplin ein. Aber auch Sicherheit, Unabhängigkeit und ein Hauch von Luxus.

Sicherheit fällt mir auch ein, wenn ich an beständige Freundschaften denke. Begriffe wie Freude, Verantwortung, Gemeinsamkeit fallen mir hier ein. Als Gefühl meldet sich wieder die Sehnsucht,l denn eine beständige Freundschaft ist ein großes Geschenk. Und es kommt Traurigkeit. Traurigkeit begründet im Verlust solcher Freundschaften.

 

Der Lauf der Unbeständigkeit

Ich stelle gerade fest, dass ich sehr beständig bin…

… sehr beständig in meiner Denkweise und wie ich diese hier aufschreibe. Ja, mein Gedankenkarussell ist sehr beständig.

Auch die Tatsache, dass in meinem Leben bisher nichts wirklich beständig war, ist ein sehr beständiger Kreislauf. Hier wünschte ich mir allerdings mehr Unbeständigkeit. Meine Gedanken dürfen sich gerne mal andersrum drehen.

 

Daraus ergibt sich ein faszinierendes Paradoxon:

In dem was beständig ist suchen wir Unbeständigkeit, in den Bereichen wo Unbeständigkeit herrscht, wünschen wir uns Beständigkeit.

Wenn wir das nun als Gesetzmäßigkeit festlegen, dann ist das Streben nach Beständigkeit gleich dem Streben nach Unbeständigkeit. Somit ist das Streben nach Beständigkeit genauso beständig, wie das Streben nach Unbeständigkeit.

Womit bewiesen wäre: nichts im Leben ist beständig außer die Unbeständigkeit.

Ob uns das gefällt oder nicht.

Und mit dieser Erkenntnis wünsche ich euch einen tollen Tag!

 

Bildquelle: Mit freundlicher Genehmigung von Andrea Nagel: https://www.facebook.com/AndreaNagel.AnNa?ref=hl

 

 

 

„Du bist ja so eine starke Frau!“

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„Du bist ja so eine starke Frau!“

Dieser und ähnliche Sätze begleiten mich schon viele Jahre durch mein Leben.

Zuerst hieß es: „Du musst groß und stark werden!“. Als ich „groß“ war, hieß es: “ Du musst stark sein!“ – Immer dieses muss… !?

Und heute heißt es eben: “ du bist so ein starke Frau!“

 

Lange Jahre habe ich diesen Satz aus tiefstem Herzen gehasst.

Denn es zählte für alle nur das, was sie sahen. Wie es mir wirklich ging hat niemanden interessiert.

Dieser Schmerz, dieses Alleinsein hat mich dazu gebracht, meine Fähigkeiten zu verleugnen und abzulehnen.

Ich wollte nichts sehnlicher, als mein Bedürfnis nach Nähe, Unterstützung und Trost zeigen, aber ich konnte es nicht. diese „Stärke“ war so tief in mir – bereits ein teil von mir.

 

Was niemand bemerkte, nicht mal ich, war, dass es keine Stärke war, die ich mir da angeeignet hatte, sondern vielmehr Verhaltensweisen, um den Schein zu wahren.

Wie bei einem Theaterstück. Die anderen schreiben das Drehbuch, ich spielte die Hauptrolle und meine „Stärke“ war die Kulisse.

Genau so habe ich mich gefühlt – wie ein Schauspieler in einem schlechten Stück. Nur dieses Stück ist mein Leben! Von anderen in Form gebracht und von mir erfolgreich in Szene gesetzt. Nur dass dieses Stück nicht in meiner Regie entstanden ist.

 

Und als ich das erkannte, konnte ich endlich anfangen mein Stück umzuschreiben.

Ich habe mir die Frage gestellt, was das ist und was das bedeutet „stark“ zu sein. die Antwort war so simpel wie komplex ->für mich etwas ganz anderes als für die anderen.

Für meine Eltern, Lehrer, Kollegen,… bedeutete dieses „stark sein“ Durchhalten, Wegstecken, Funktionieren, niemanden behelligen und ganz besonders keine Schwäche zeigen.

Eine Freundin aus Grundschultagen sagte vor einiger Zeit mal zu mir: „Ich habe dich damals in der Schule sehr bewundert, wie du deine Schicksalsschläge gemeistert hast. Du bist schon damals so eine starke Person gewesen.“ War ich das? Nach außen vielleicht. Innerlich ganz sicher nicht. Gemeistert habe ich meine Schicksalsschläge Jahre später mit Hilfe einer Therapeutin. Doch das wusste ja keiner. Und die die es wussten interessierte es nicht. Ich wurde nur belächelt. Für die anderen war ich stark und tapfer und habe sehr schnell weiterfuntioniert. Damit war deren Welt in Ordnung.

Das Leben ist...

Das Leben ist…

Mittlerweile hat sich mein Bild von mir selbst verändert.

Ich habe erkannt, dass ich tatsächlich eine starke Frau bin. Auf meine Art.

Ich habe und bilde mir eine eigene Meinung, ich treffe eigene Entscheidungen und ich trage meine Verantwortung für mich. Darin liegt für mich meine Stärke.

 

Ich bin schon einige Male gefragt worden, ob ich gern die Zeit meines Lebens zurückdrehen und Dinge anders machen würde, wenn ich es könnte.

Meine Antwort ist nein. Ich treffe meine Entscheidungen mit Bedacht und ich stehe zu den Konsequenzen – so schmerzlich sie auch ab und zu sein mögen. Es gibt keine Entscheidung, die ich je bereut hätte. Ich möchte nicht einen Augenblick meines Lebens missen. Denn jeder einzelne davon macht mich zu dem Menschen, der ich heute bin. Und darauf bin ich stolz!

 

Ich bin zum Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller meines Lebens geworden. Mit allen Konsequenzen.

Denn erst so macht mir mein Leben Spaß!

Ich werde auch künftig Entscheidungen treffen die vielleicht verrückt, vielleicht hoffnungslos, vielleicht zum Scheitern verurteilt sind. Vielleicht – vielleicht auch nicht – zumindest nicht für mich. Jede Erfahrung ist ein kostbares Gut, die mein Leben bereichert – und sei sie auch noch so schmerzlich – es liegt immer auch etwas Gutes darin.

„wer nicht wagt, der nicht gewinnt“

Einen Satz, der für mich wirklich stimmig ist lautet: „No risk, no fun“ – „wer nicht wagt, der nicht gewinnt“. Das Leben besteht nicht nur aus Glücksmomenten. Auch traurige und schmerzliche Wege gehören dazu. Doch wenn wir nicht wagen, können wir auch nicht gewinnen.

Es ist mein Leben!

Ich habe meine Entscheidung getroffen – und du?

 

 

Verstand contra Herzenswünsche

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Verstand contra Herzenswünsche

Wir Menschen sind ein seltsames Völkchen.

Sind wir doch mit einer so umfangreichen Intelligenz und einem ausgereiften Verstand gesegnet, so benutzen wir genau diesen, um uns von unseren Herzenswünschen zu trennen.

Unser Verstand entscheidet meist über die wichtigsten Fragen unseres Lebens:

  • Welche Ausbildung ist sinnvoll?
  • Das kann ich mir nicht leisten!
  • Das muss jetzt unbedingt erledigt werden!
  • Ist dieser Mensch der standesgemäße Partner für mich?
  • Kinder oder Karriere?
  • Trennung oder Weiterkämpfen? Aber was wird dann aus dem Haus, den kindern, dem Geld,…?

Dies ist nur eine kleine Auswahl der Alltäglichkeiten die uns beschäftigt.

 

Meist wenden wir die Taktik des Aufrechnens an, wenn es darum geht Entscheidungen zu treffen.

Kosten, Nutzen, Ansehen und vermeintliche Sicherheit geht vor. Unser Bauchgefühl, welches als „Sendeorgan“ unserer Herzenswünsche fungiert, wird ignoriert.

Sprüche wie: „Spaß kann man nicht essen“, „Davon kannst du dir später nichts kaufen“ oder „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ kennt jeder und nutzt jeder um sich selbst davon zu überzeugen, dass das was er gerade tut gut ist. Auch wenn sein Körper (Bauch) eindeutige Signale sendet, dass dem nicht so ist.

Wir nutzen unseren Verstand dazu, uns mit vielen Argumenten dazu zu bringen unsere Herzenswünsche zu ignorieren und uns stattdessen weitläufigen Meinungen unterzuordnen, was denn gut für uns ist und was sich gehört.

 

Was macht es uns so schwer, auf unser Herz zu hören?

Fürchten wir, dadurch nicht mehr in die Norm zu passen?

Plagt uns die Sorge um das Wohlergehen unserer Kinder/Partner/Eltern?

Sind wir einfach so erzogen worden?

man sieht nur...

 

Ich stelle mir ernsthaft die Frage, was daran falsch sein soll, wenn ich beispielsweise aus tiefster Überzeugung meinem Herzen folge und meinen jahrelangen gutbezahlten Job in der Führungeposition an den Nagel hänge, um endlich die Ausbildung zu machen, von der ich schon mein Leben lang träume?

Ich bin ein Träumer? Naiv? – Vielleicht – vielleicht auch nicht.

Nichts im Leben hat Bestand. Kein Job, keine Partnerschaft, kein Haus nicht mal unser Leben selbst.

Und genau das ist doch der Punkt.

 

Wir leben das Leben der anderen und nicht unseres.

Wir erfüllen Verträge & Vorgaben, gesellschaftliche & familiäre Regeln, halten uns an Gesetze, ordnenuns Systemen unter, zahlen bereitwillig alles was andere von uns haben wollen und noch vieles mehr.

Das Leben ist Wandel. Und so wandeln sich auch unsere Ansichten, Erfahrungen und Wünsche.

Im Laufe des Lebens kommt vieles zu uns und vieles verlässt uns wieder.

 

Wenn wir nur auf unseren Verstand hören – wann leben wir dann?

Irgendwann, und das wird schneller sein, als jeder von uns es für möglich hält, ist es zu spät.

 

Ich persönlich möchte nicht mit dem Gedanken sterben, dass ich mein Leben gut organisiert bekommen habe und dass ich immer die besten Entscheidungen getroffen habe.
Nein, ich möchte mit dem Gedanken sterben gelebt zu haben – nicht perfekt – aber ganz im Sinne von Frank Sinatra: I did it my way!

 

Quelle: Youtube, akjgo1994, Frank Sinatra, My Way, With Lyrics