Alban Hevin – ein Friedensfestival zur Sommersonnenwende – und was es mit mir machte

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Ich habe in den vergangenen Tagen gelernt, wie schön Freiheit sein kann. Die Ketten meiner Flügel mit Hilfe vieler lieber Menschen abzustreifen, mich von ihnen tragen zu lassen und die herzberührende Erfahrung zu machen, getragen zu werden. Diese Erfahrung durfte ich auf dem Alben Hevin Festival in Dießen am Ammersee machen.

Die Veranstalter hatten großen Mut und noch mehr Herzblut bewiesen dieses Festival zu kreieren.
Eine Drei-Tage-Veranstaltung mit komplettem Rahmenprogramm für freien Eintritt!
Die Idee dahinter: Jeder sollte die Möglichkeit haben, daran teilzunehmen!
Sämtliche Künstler, Musiker, Schamanen und alle, die mitgearbeitet hatten, haben dies ohne Gage getan, wie Claudia Sieber-Bethke bei ihrer Eröffnungsrede bestätigte. Was für eine tolle Sache, wie ich finde!

Claudia hat es vorgemacht: Sie hat ihre Flügel gestreckt, ihr Herz und ihren Mut vorausgeworfen und ist hinterher gesprungen. Sie und alle Mitwirkenden haben etwas Unglaubliches gezaubert.

Ich bin am Freitag angekommen und hatte das Gefühl zu Hause zu sein. Ich bin, auch Dank Spirit Bears (Phillip Kansa) eindrucksvollen Vorträgen, von einem Hoch ins Tief gefallen und wurde doch weiter getragen.

 

Sommersonnenwendfeuer auf Alban Hevin

Sommersonnenwendfeuer auf Alban Hevin
Bildquelle: http://www.lichtseelen.com – Axel Hebenstreit

Ich habe ein neues Wort gelernt: Eigenmächtig. Und das Wort Freiheit! Ich habe mein zweites Krafttier endlich anerkennen können – jetzt darf ich mit ihm tanzen! All das war und ist Alban Hevin. All das waren und sind – WIR – wir alle gemeinsam! Eine Gemeinschaft aus Liebe, Wertfreiheit und Angenommen Sein.
Ein Netz von und für Spirits, ein Netz von und für jeden, der sich darauf einlassen will.

Ich bin nicht mehr der Mensch, der ich am Freitagmorgen bei Beginn des Festivals noch war. Ich spüre genau – es kommt etwas Großes auf mich zu und es wird um so vieles schöner sein, als das was war. Hierfür danke ich Alban Hevin! Dieses Festival gab meiner und unser aller Seelen einen Raum. Den Raum uns zu finden, den Raum uns zu tragen und den Raum ein Netz zu spinnen, welches Zeit und Raum überdauern wird.

Tolle Impressionen und Hintergrundinfos zum Festival findet ihr hier: http://www.alban-hevin.de/ und hier: https://www.facebook.com/Sommersonnwendfeier. Viel Spaß beim Eindrücke sammeln!

Was WIRKLICH wichtig ist und was ich WIRKLICH wissen möchte

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Es ist für mich nicht wichtig, womit du deinen Lebensunterhalt verdienst.

Ich möchte wissen, wonach du innerlich schreist
und ob du zu träumen wagst, der Sehnsucht deines Herzens zu begegnen.

Es ist für mich nicht wichtig, wie alt du bist.

Ich möchte wissen, ob du es riskierst, wie ein Narr auszusehen,
um deiner Liebe willen, um deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.

Es ist für mich nicht wichtig, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen.

Ich möchte wissen, ob du den tiefsten Punkt deines Lebens berührt hast, ob du geöffnet worden bist von all dem Verrat, oder ob du zusammengezogen und verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual.

Ich möchte wissen, ob du mit dem Schmerz – meinem oder deinem – da sitzen kannst, ohne zu versuchen, ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen.

Ich möchte wissen, ob du mit der Freude – meiner oder deiner – da sein kannst, ob du mit Wildheit tanzen kannst, von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen erfüllt mit Begeisterung, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft, oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.

Es ist für mich nicht wichtig, ob die Geschichte, die du erzählst, wahr ist.

Ich möchte wissen, ob du jemanden enttäuschen kannst, um dir selber treu zu sein. Ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht deine eigene Seele verrätst.

Ich möchte wissen, ob du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig.

Ich möchte wissen, ob du die Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist, und ob du Dein Leben aus der Kraft des Universums speisen kannst.

Ich möchte wissen, ob du mit dem Scheitern – meinem und deinem – leben kannst und trotzdem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmonds rufst: – Ja! –

Es ist für mich nicht wichtig, zu erfahren, wo du lebst und wie viel Geld du hast.

Ich möchte wissen, ob du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und der Verzweiflung, erschöpft, und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für die Kinder getan werden muss.

Es ist für mich nicht wichtig, wer du bist und wie du hergekommen bist.

Ich möchte wissen, ob du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst.

Es ist für mich nicht wichtig, wo oder was oder mit wem du gelernt hast.

Ich möchte wissen, ob du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gern mit dir zusammen bist.

Ich möchte wissen, was dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt.

Quelle: Oriah Mountain Dreamer, indianische Heilerin aus Kanada, gefunden auf verschiedenen Homepages

Schockbilder am heimischen Kühlschrank?

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Eine kleine abenteuerliche Gedankenreise erwartet euch:

Kennt ihr das Gefühl, dass nichts im Leben schnell genug gehen kann?

Man kann nicht schnell genug lernen, nicht schnell genug arbeiten, nicht schnell genug von „A“ nach „B“ gelangen, nicht schnell genug auf die letzte SMS antworten, nicht schnell genug seine Ziele erreichen, nicht schnell genug seine Kinder zu hoch entwickelten Hochleistungsindividuen erziehen, nicht schnell genug ins Wochenende starten,…

(Ich könnte jetzt unendlich weiter aufzählen.)

Ich nehme mir nur schnell Zeit einen Happen zu essen, ich muss nur schnell noch wo vorbei, nur schnell noch kurz Zähne putzen, nur schnell noch diese Mail beantworten, nur schnell noch jemandem zum Geburtstag gratulieren, bevor ich… weiter… renne…

Ich fühle mich gerade nur allein vom Schreiben dieses Textes schon gestresst.

Geht es euch beim Lesen auch so?

Wenn ich ehrlich bin und versuche ganz objektiv hinzuschauen, dann finde ich einige dieser Aussagen in meinem Leben wieder. Und das macht mich nun doch nachdenklich. Was tue ich mir damit eigentlich an? Ich ignoriere mich und meine Bedürfnisse – schlimmer noch – ich zerstöre mich Stück für Stück selbst.

Denn wenn ich nicht irgendwann mit BurnOut oder Depressionen in einer Klinik lande, so dann sehr wahrscheinlich mit Magenproblemen, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Aktuell sind große Diskussionen in den Medien bezüglich der Schockbilder, welche aufgrund des Beschlusses des Europäischen Parlaments ab 2016 auf alle Zigarettenpackungen gedruckt werden sollen. Hiermit sollen die Raucher auf das Gesundheitsrisiko hingewiesen werden, welches sie durch das Rauchen eingehen. Im besten Fall sollen diese Bilder abschrecken, vom Rauchen lösen und einer gesünderen Lebensführung den Weg ebnen.

Ich persönlich sehe einen guten Ansatz hinter dieser Aktion.

Human Heart Attack Time Bomb

Human Heart Attack Time Bomb

Ich würde sogar noch weiter gehen: künftig werden in allen Büros und Werkshallen große Fotos von Herzinfarkt-OPs oder „ausgebrannten“ Menschen mit dem Slogan: „Stress schadet der Gesundheit!“, aufgehängt.

Jede Wohneinheit wird gesetzlich verpflichtet, am Kühlschrank ein ebensolches Foto aufzuhängen und in öffentlichen Gebäuden weisen Plakate auf die Gesundheitsgefährdung durch Stress hin.

Es wird Aufklärungsveranstaltungen geben, auf denen die Menschen lernen wie wichtig und richtig es ist auch mal NEIN zu sagen und in Workshops lernen sie dies umzusetzen und wieder selbstbestimmter, achtsamer und verantwortungsvoller mit ihrer Gesundheit und damit mit ihrem Leben umzugehen.

Und wenn das alles langsam aber sicher in der Gesellschaft ankommt und umgesetzt wird, dann kann ein globales Umdenken einsetzen. Die Menschen werden wieder gesünder sein, für Gemeinschaft, Freundschaft, Nächstenliebe und Nähe wird wieder Platz sein, Kriminalität wird sich reduzieren, stressbedingter Drogenmissbrauch wird zurückgehen, Kinder werden wieder spielen können – es wird wieder Zeit zum Leben geben.

Wäre das nicht auch ein toller Ansatz?

Ich bin gespannt auf eure Meinungen und Kommentare! Diskussion ist ausdrücklich erwünscht!

Foto: © freshidea – Fotolia.com

Der Daumen

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Beim Stöbern habe ich dieses Gedicht von Willy Meurer gefunden.

eine schöne Zusammenfassung dessen, was uns unser kleiner Daumen alles ermöglicht.

Der Daumen

Der Daumen ist einer der wichtigsten Teile am menschlichen Körper:

Man kann ihn lutschen;
Als Kellner kann man ihn beim Servieren in der Suppe halten;
Man kann ihn sich irgendwo hin stecken, um ihn warm zu halten;
Man kann ihn nach oben zeigend recken, um zu zeigen, daß es einem gut geht;
Man kann ihn auch nach unten zeigend recken, um zu zeigen, daß es einem schlecht geht;
Man kann ihn anderen auf’s Auge drücken;
Man braucht ihn zum Geldzählen – wenn man welches hat;
Man kann in einem Buch Eselsohren damit anlegen;
Man kann Anhalter damit spielen;
Man kann Haustürklingeln damit in Gang setzen;
Man kann nach hinten über die Schulter gerichtet damit anzeigen, daß jemand verschwinden soll;
Man kann als Nasenbohrer nicht auf ihn verzichten, um „Kügelchen“ zu drehen;
Man braucht ihn, um Hosen-Hemden-Blusen-und andere Knöpfe damit zu knöpfen;
Man kann an Büstenhaltern und Korsetts die Haken damit öffnen;
Man kann als Mann in der Hosentasche Ausbeulungen damit erzeugen, die etwas vortäuschen, was nicht da ist;
Man kann ihn zwischen Zeige-und Mittelfinger stecken, um damit obszöne Andeutungen zu machen;
Man kann bei einem Rohrbruch das Loch solange damit abdichten, bis der Installateur kommt;
Man kann auch seinen Abdruck bei der Polizei abgeben, für den Fall, daß man mal seine eigene Identität vergißt.
Man kann nach dem Öffnen einer Sektflasche mit dem Daumen die Öffnung abdichten, die Flache schütteln, und mit den Umstehenden dann neckische Spiele betreiben.

Was wären wir Menschen ohne unsere Daumen?

Wie schön ist es, dass wir unsere Daumen haben. Und welche Einschränkung kann es sein, wenn uns dieser kleine Körperteil fehlt.

Oder was meinen Sie? Wofür brauchen Sie Ihren Daumen?

© Willy Meurer (*1934), deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist, M.H.R. (Member of the Human Race), Toronto

Der Leierkastenmann

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Von meinem imaginären Sofa aus kann ich eine wunderbare kleine Melodie hören.
Ich bin neugierig und schaue mich um, woher diese wohl kommen mag.
Ein schrullig wirkender älterer Herr steht am Eck einer Losbude und dreht gedankenversunken an seiner Drehorgel.

Ein nostalgisches und romantisches Bild, wie er so da steht in seinem fadenscheinigen braunen Cordjacket, seinem lichten Silberhaar und seinen Fältchen um den Augen.

Ich sehe mich um und entdecke erstaunt, dass sich niemand für diesen Herren mit seinem kunstvoll bemalten Leierkasten zu interessieren scheint. Eine leise Traurigkeit überkommt mich. Dieser Mann weckt Kindheitserinnerungen in mir. Er berührt mein Herz an einer Stelle, die ich schon längst vergessen glaubte. Ich sehe mich, wie ich mit leuchtenden Augen an der Hand meiner Großmutter über den Rummel geschlendert bin. Mit meinen gerade mal 3 Jahren und meinem geblümten Rüschchenkleid – einen rosa Stoffhasen im Arm. Wie verzaubert stand ich damals wie heute vor diesem alten Mann mit seiner Drehorgel. Die Zeit scheint wie zurückgedreht…

Plötzlich rempelt mich ein vorbei rennender Junge an und reißt mich aus meinen Gedanken. Jäh komme ich in die Realität zurück und bemerke, dass mich der Drehorgelmann sehr freundlich anlächelt. „Na wo warst du denn mit deinen Gedanken?“, fragt er mich mit seiner rauen, tiefen und sehr warmen Stimme. Ich erzähle ihm spontan die Geschichte von mir, meiner Oma und dem Rummel damals. „Leider kann ich mit meiner Oma nicht mehr über den Rummel schlendern. Sie ist mittlerweile 89 Jahre alt und läuft nicht mehr so gut.“

Der Alte nickt verständnisvoll und sagt etwas zu mir, was mich auf lange Zeit begleiten wird: „Die Zeit vergeht sehr schnell. Viel zu schnell. Heute bemerken wir es gar nicht, weil wir so in unserer Hektik und unserem Umtrieb gefangen sind. Schau dir die Menschen an, die hier alle vorbei rennen. Sie alle hetzen dem Konsum und der Oberflächlichkeit hinterher. An was können und wollen sie sich später erinnern? An ihren größten Alkoholrausch und dem damit verbundenen Tanz auf dem Biertisch? An den doppelten Überschlag im Megaturbo-Fahrgeschäft? An fettige Currywurst? Möglich – aber eher unwahrscheinlich.

Es sind die kleinen Dinge im Leben, die uns für immer in der Erinnerung bleiben. Und genau deshalb stehe ich hier. Inmitten dieser ganzen großen, lauten, bunten Elektronikwelt. Ich bin für die Menschen da, wenn sie mich sehen und hören wollen. Ich bin für sie da, wenn sie träumen und sich verzaubern lassen wollen. So wie du mich gesehen hast und geträumt hast. Ich danke dir sehr dafür, dass du mich bemerkt hast, denn du hast mir heute wieder gezeigt, dass es richtig und wichtig ist, dass ich hier stehe.“

Ich kann nicht anders und umarme diesen liebenswerten alten Herren. Er hat mir heute so viel mehr gegeben, als das Spiel auf seiner Orgel: Er hat mir wieder den Blick auf das Wesentliche, das wirklich Wichtige in unserem Leben geöffnet. Und er hat mein Herz berührt.

Ich werde ihn nie vergessen – den Leierkastenmann und seine Botschaft.

(Text und Idee by rummelplatzsofa)