Achtsames Essen – Einen Bissen ganz auskosten

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Viel zu oft essen wir in Eile und Hektik oder sind durch irgendwelche Umstände abgelenkt.
Wie wäre es da, sich zwischendurch mal ganz auf sich und das Essen zu konzentrieren?

Hier habe ich ein paar Anregungen zusammengetragen:

  • Nehmen Sie ganz bewusst die Farbe und die Form der Speise wahr. Stellen Sie sich vor, Sie würden dieses Lebensmittel zum ersten Mal im Leben wahrnehmen. Dies kann Ihre Neugier stärken.
  • Riechen Sie daran. Kommen vielleicht Erinnerungen in Ihnen hoch? Vielleicht aus der Kindheit?
  • Nehmen Sie nur einen Bissen in den Mund und legen Sie den Rest der Speise zurück auf den Teller. Widmen Sie sich ganz diesem einen Bissen.
  • Schließen Sie die Augen und kauen Sie ganz bewusst. Sie können Ihre Achtsamkeit ganz auf die Tätigkeit Ihres Kiefers lenken. Kauen Sie langsam und versuchen Sie dabei verschiedene Zutaten, Gewürze oder einzelne Geschmackskomponenten herauszuschmecken.
  • Erst schlucken wenn die Speise gut gekaut ist. Können Sie den Weg der Speise beim Schlucken spüren?
  • Nehmen Sie den Nachgeschmack wahr. Wie lange können Sie ihn schmecken?
  • Wie ist Ihre Stimmung nach diesem kleinen Selbstexperiment? Vielleicht haben Sie Lust, dies mit einer anderen Speise zu wiederholen?

 

Schokolade

Lecker Schokoladenfrüchtchen

 

Sie können diese Übung sehr gut zusammen mit Ihren Kindern und der ganzen Familie einmal ausprobieren.
Der Punkt mit dem Raten der Zutaten und Gewürze eignet sich auch sehr gut für ein kleines Ratespiel. Die Steigerung dessen wäre dann eine Verkostung mit verbundenen Augen.

Lassen Sie ihrer Kreativität und Phantasie freien Lauf und seien Sie gespannt, was Sie plötzlich alles wahrnehmen und schmecken werden.

Ich wünsche Ihnen ganz viel Vergnügen beim Ausprobieren.

Herzlichst
Ihre Ruso

 

Foto: http://www.raum-für-dich.com – Genehmigung zur Verwendung liegt vor

So wichtig sind gemeinsame Mahlzeiten

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Wer kennt es nicht, das Bild von Indianern oder Ureinwohnern, die gemeinsam um ihr Feuer herum sitzen, gemeinsam essen und reden?

Dieses Bild ist so ursprünglich, dass einem sehr schnell bewusst wird, dass dieses „gemeinsam Essen“ schon immer ein wichtiger Teil der gesellschaftlichen Kultur war.
Ein gemeinsames Essen schafft Verbindung und fördert Nähe und Zusammenhalt.
Es entsteht ein Raum der die Kommunikation und den gegenseitigen Austausch fördert.

Der alte Satz „beim Essen redet man nicht“ ist vielen Menschen anerzogen worden.
Das ist schade und nicht zeitgemäß. In der heutigen Gesellschaft gibt es kaum mehr Platz für gemütliches Beisammensein und den Austausch miteinander.
Umso wichtiger ist es daher, dies bei gemeinsamen Mahlzeiten zu pflegen.
Sei es mit der Familie, den Kollegen in der Mittagspause oder einer gemütlichen Einkehr nach der Musikprobe. Es findet ein reger Austausch von Neuigkeiten, Eindrücken und Emotionen statt, die uns helfen, unseren eigenen Horizont zu erweitern und neue Perspektiven wahrzunehmen.

Dies ist vor allem für Kinder sehr wichtig.
Sie können in der Kommunikation mit den Eltern ihre Eindrücke verarbeiten, sich Zuspruch und Rat holen und ihre Sorgen teilen. Eltern haben hierdurch Gelegenheit frühzeitig zu erkennen wo sich Probleme auftun und können gezielt gegensteuern.

Kinder sind Nachahmer und somit können Eltern mit gemeinsamen Mahlzeiten auch die Essgewohnheiten der Kinder steuern. Was wird gegessen, wie wird gegessen und vor allem wie viel wird gegessen? All dies können Kinder sich von ihren Eltern abschauen. Familienmahlzeiten prägen was Menschen ihr Leben lang gerne mögen. Die Gemüsesuppe nach Omas Lieblingsrezept, Mamas leckere Pasta oder Papas Grillspieße im Sommer auf der Terrasse…

Tisch

Ein viel verbreiteter „Brauch“ ist es mittlerweile, dass neben dem Essen der Fernseher läuft. Dies verhindert allerdings, dass Gespräche zustande kommen und das Gefühl der Verbundenheit entsteht.
Es wird über die Nachrichten diskutiert, mit Günter Jauch gerätselt oder die Fußballer angespornt. Jeder ist für sich isoliert und nimmt am Familiengeschehen nicht wirklich teil. Aus diesem Grunde ist es wichtig, die Zeit des Essens wirklich ganz bewusst mit seiner Familie zu verbringen und den Fernseher ausgeschaltet zu lassen.

Ich kenne einige Familien, in denen gibt es kaum gemeinsame Mahlzeiten.
Die äußeren Umstände, wie beispielsweise Schichtarbeit, scheinen dies unmöglich zu machen.

Doch wenn wir den Wert der gemeinsam verbrachten Zeit erkennen, dann haben wir einen Anreiz, Gelegenheiten für gemeinsame Mahlzeiten einzurichten. Sei es als Picknick am Wochenende mit der Familie, eine Kaffeepause mit Kollegen zwischendurch oder ein Frühaufsteherfrühstück mit den Kindern vor der Run zur Arbeit losgeht.

Wir können an den kommenden Tagen mal ganz bewusst die Zeit des gemeinsamen Essens mit unseren Lieben genießen. Und vielleicht möchten wir uns für die Zukunft genau dies vornehmen: Regelmäßig in geselliger Runde mit unseren Familien und Freunden gemeinsam Essen und uns dabei etwas Gutes tun.

Welche Essensgewohnheiten pflegen Sie und Ihre Familie? Gibt es bei Ihnen gemeinsame Mahlzeiten? Sind gemeinsame Mahlzeiten für Sie wichtig?

Foto: http://www.raum-für-dich.com – Verwendung wurde gestattet