Vorsicht kritisch! – Sieht Liebe für euch so aus?

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Sieht Liebe für euch so aus?

  • Kompromisse, Abhängigkeit, falsches Verantwortungsgefühl, Pflichterfüllung
  • Herzenswünsche für den anderen aufgeben
  • akzeptieren, erdulden und ertragen
  • entschuldigen, rechtfertigen und verteidigen
  • in alten Gewohnheiten verharren – festgewachsen in all den Jahren
  • sich unterordnen, selbst aufgeben, anpassen, dienen
  • stets zum Wohle aller

 

Das kling nicht nach Liebe?

 

Dann will ich euch jetzt fragen:

Warum lebt ihr es dann???

 

Meine Seele hat so große Sehnsucht nach euch… wo seit ihr???

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Ein altes Sprichwort sagt doch: Man vermisst nichts was man nicht kennt – oder so ähnlich.

Es gab da ein Wochenende im Juni – zur Sommersonnwende – am Ammersee. (http://www.alban-hevin.de/)

Irgendetwas hat mich dort hingezogen. Eine innere Stimme, die mir sagte, dort – genau dort musst du hin. Und ich war dort.

Ich war zu Hause – das erste Mal in meinem Leben hatte ich das Gefühl unter hunderten von fremden Menschen einfach zu Hause zu sein.

Endlich frei sein! Endlich ICH sein!

Ich habe dort den Mut gefunden, mich anzunehmen wie ich bin. Ich habe den Mut gefunden, zu meiner Gabe und zu meinem Tun zu stehen. Ich habe den Mut gefunden, mich nicht mehr zu verstecken. Was für ein Geschenk!!!

So etwas kannte ich bisher nicht. Ich habe auf Alban Hevin kennen lernen dürfen, wie Gemeinschaft funktioniert. Ich war Teil davon.

Wisst ihr was ich seit Alban Hevin am meisten vermisse?

Diese Gemeinschaft.

Ich bin ein „Spirit-Neuling“. Ich habe nicht viele persönliche Kontakte zu Gleichgesinnten. Und genau das fehlt mir. Wie gerne würde ich mich mit Menschen, die auf dem gleichen Weg sind wie ich austauschen. Mich mit ihnen treffen und Gemeinschaft leben.

Meine Seele hat so große Sehnsucht nach euch… wo seit ihr???

 

Gemeinschaft leben auf Alaban Hevin

Gemeinschaft leben auf Alaban Hevin
Bildquelle: © 2014 by Axel Hebenstreit / Lichtseelen.com

 

Was WIRKLICH wichtig ist und was ich WIRKLICH wissen möchte

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Es ist für mich nicht wichtig, womit du deinen Lebensunterhalt verdienst.

Ich möchte wissen, wonach du innerlich schreist
und ob du zu träumen wagst, der Sehnsucht deines Herzens zu begegnen.

Es ist für mich nicht wichtig, wie alt du bist.

Ich möchte wissen, ob du es riskierst, wie ein Narr auszusehen,
um deiner Liebe willen, um deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.

Es ist für mich nicht wichtig, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen.

Ich möchte wissen, ob du den tiefsten Punkt deines Lebens berührt hast, ob du geöffnet worden bist von all dem Verrat, oder ob du zusammengezogen und verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual.

Ich möchte wissen, ob du mit dem Schmerz – meinem oder deinem – da sitzen kannst, ohne zu versuchen, ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen.

Ich möchte wissen, ob du mit der Freude – meiner oder deiner – da sein kannst, ob du mit Wildheit tanzen kannst, von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen erfüllt mit Begeisterung, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft, oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.

Es ist für mich nicht wichtig, ob die Geschichte, die du erzählst, wahr ist.

Ich möchte wissen, ob du jemanden enttäuschen kannst, um dir selber treu zu sein. Ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht deine eigene Seele verrätst.

Ich möchte wissen, ob du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig.

Ich möchte wissen, ob du die Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist, und ob du Dein Leben aus der Kraft des Universums speisen kannst.

Ich möchte wissen, ob du mit dem Scheitern – meinem und deinem – leben kannst und trotzdem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmonds rufst: – Ja! –

Es ist für mich nicht wichtig, zu erfahren, wo du lebst und wie viel Geld du hast.

Ich möchte wissen, ob du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und der Verzweiflung, erschöpft, und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für die Kinder getan werden muss.

Es ist für mich nicht wichtig, wer du bist und wie du hergekommen bist.

Ich möchte wissen, ob du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst.

Es ist für mich nicht wichtig, wo oder was oder mit wem du gelernt hast.

Ich möchte wissen, ob du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gern mit dir zusammen bist.

Ich möchte wissen, was dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt.

Quelle: Oriah Mountain Dreamer, indianische Heilerin aus Kanada, gefunden auf verschiedenen Homepages

Verstand contra Herzenswünsche

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Verstand contra Herzenswünsche

Wir Menschen sind ein seltsames Völkchen.

Sind wir doch mit einer so umfangreichen Intelligenz und einem ausgereiften Verstand gesegnet, so benutzen wir genau diesen, um uns von unseren Herzenswünschen zu trennen.

Unser Verstand entscheidet meist über die wichtigsten Fragen unseres Lebens:

  • Welche Ausbildung ist sinnvoll?
  • Das kann ich mir nicht leisten!
  • Das muss jetzt unbedingt erledigt werden!
  • Ist dieser Mensch der standesgemäße Partner für mich?
  • Kinder oder Karriere?
  • Trennung oder Weiterkämpfen? Aber was wird dann aus dem Haus, den kindern, dem Geld,…?

Dies ist nur eine kleine Auswahl der Alltäglichkeiten die uns beschäftigt.

 

Meist wenden wir die Taktik des Aufrechnens an, wenn es darum geht Entscheidungen zu treffen.

Kosten, Nutzen, Ansehen und vermeintliche Sicherheit geht vor. Unser Bauchgefühl, welches als „Sendeorgan“ unserer Herzenswünsche fungiert, wird ignoriert.

Sprüche wie: „Spaß kann man nicht essen“, „Davon kannst du dir später nichts kaufen“ oder „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ kennt jeder und nutzt jeder um sich selbst davon zu überzeugen, dass das was er gerade tut gut ist. Auch wenn sein Körper (Bauch) eindeutige Signale sendet, dass dem nicht so ist.

Wir nutzen unseren Verstand dazu, uns mit vielen Argumenten dazu zu bringen unsere Herzenswünsche zu ignorieren und uns stattdessen weitläufigen Meinungen unterzuordnen, was denn gut für uns ist und was sich gehört.

 

Was macht es uns so schwer, auf unser Herz zu hören?

Fürchten wir, dadurch nicht mehr in die Norm zu passen?

Plagt uns die Sorge um das Wohlergehen unserer Kinder/Partner/Eltern?

Sind wir einfach so erzogen worden?

man sieht nur...

 

Ich stelle mir ernsthaft die Frage, was daran falsch sein soll, wenn ich beispielsweise aus tiefster Überzeugung meinem Herzen folge und meinen jahrelangen gutbezahlten Job in der Führungeposition an den Nagel hänge, um endlich die Ausbildung zu machen, von der ich schon mein Leben lang träume?

Ich bin ein Träumer? Naiv? – Vielleicht – vielleicht auch nicht.

Nichts im Leben hat Bestand. Kein Job, keine Partnerschaft, kein Haus nicht mal unser Leben selbst.

Und genau das ist doch der Punkt.

 

Wir leben das Leben der anderen und nicht unseres.

Wir erfüllen Verträge & Vorgaben, gesellschaftliche & familiäre Regeln, halten uns an Gesetze, ordnenuns Systemen unter, zahlen bereitwillig alles was andere von uns haben wollen und noch vieles mehr.

Das Leben ist Wandel. Und so wandeln sich auch unsere Ansichten, Erfahrungen und Wünsche.

Im Laufe des Lebens kommt vieles zu uns und vieles verlässt uns wieder.

 

Wenn wir nur auf unseren Verstand hören – wann leben wir dann?

Irgendwann, und das wird schneller sein, als jeder von uns es für möglich hält, ist es zu spät.

 

Ich persönlich möchte nicht mit dem Gedanken sterben, dass ich mein Leben gut organisiert bekommen habe und dass ich immer die besten Entscheidungen getroffen habe.
Nein, ich möchte mit dem Gedanken sterben gelebt zu haben – nicht perfekt – aber ganz im Sinne von Frank Sinatra: I did it my way!

 

Quelle: Youtube, akjgo1994, Frank Sinatra, My Way, With Lyrics

 

Nähe und Distanz – ein ganz normaler Kuschelabend

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Leider ist es schon sehr lange her, dass ich mal einfach nur in den Arm genommen worden bin. Einfach so – ohne Hintergedanken, ohne Grund und ohne Verpflichtung.

Ich vermisse dieses Gefühl so sehr, dass es sich zu einer großen Sehnsucht entwickelt hat.

 

Dann stand ich an dem Punkt, an dem ich mich entscheiden konnte, etwas an dieser Situation zu ändern. Ich habe meinen freund Google gefragt, ob er mir etwas raten kann und er schlug mir vor, es mal mit einer „Kuschelparty“ zu versuchen.

 

Jetzt kam natürlich gleich der Gedanke hoch, dass es sich hier bestimmt um ein verkapptes Erotikevent handelt, aber neugierig war ich dann doch. Und so habe ich mich durch diverse Kuschelparty-Homepages gelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich das mal ausprobieren möchte.

 

Auf den Seiten wurde beschrieben, wie so ein Abend abläuft und wie die Regeln sind.

Nachdem ich herausgefunden hatte, dass die Klamotten an bleiben, kein Gefummel und kein sexuell geartetes Verhalten geduldet wird und ständig ein Moderator anwesend ist, der dafür Sorge trägt, dass keiner die Regeln bricht, habe ich meine Tasche gepackt und bin zum Treffpunkt gefahren.

 

So ein bissl Bammel hatte ich schon, weil es kann ja viel geschrieben werden im Netz – wer sagt denn, dass das nachher auch wirklich so ist…?

Also bin ich recht unsicher und nervös die Treppe zum Dojo hinaufgestiegen. Dort bin ich gleich als Newcomerin entlarvt worden und nach einer sehr herzlichen Begrüßung habe ich mich in meine Joggingklamotten geschmissen und bin zielstrebig Richtung Kuschelraum marschiert.

 

Ich war sehr erstaunt, dass so viele Menschen dort waren. Knapp 30 Menschen unterschiedlichen Alters und Charakters waren anzutreffen.

 

Der Abend wurde mit einer schmissigen Tanzrunde eröffnet, welche die Stimmung etwas lockern und den Kopf frei machen sollte, um sich auf das Kommende einzustimmen.

Nach der Tanzrunde gab es eine kurze Vorstellungsrunde, bei der ich feststellen konnte, dass noch einige andere außer mir das erste Mal bei einem Kuschelabend waren. Da war ich dann etwas beruhigter und konnte dem Abend gelassener entgegensehen.

 

Es folgten einige Übungen zur Kontaktaufnahme, wie beispielsweise seinem Gegenüber die Hände zu geben und zu führen, bzw sich führen zu lassen oder die Übung, sich Rücken an Rücken zu stellen und so zu tanzen. Der Moderator schaffte es das Ganze mit Witz und Charme rüberzubringen, was der Stimmung immens gut tat.

 

Es folgte ein Ritual, bei welchem sich Gruppen von fünf Personen zu einem Kreis formierten. Immer abwechselnd durfte sich einer in die Mitte des Kreises stellen und die Außenstehenden durften den/die in der Mitte ganz langsam und achtsam berühren. Was sehr gut rübergebracht wurde, war die Möglichkeit sich jederzeit von den Berührungen oder dem ganzen Geschehen zu distanzieren. „Nähe erhalten aber nicht ertragen“ war die Devise. Das war wichtig, denn ich habe an mir selbst gemerkt, dass ich dazu neige, dinge mit mir machen zu lassen, die mir eigentlich zu viel sind. Und ich hatte an diesem Abend eine tolle Gelegenheit, einmal „Nein“-sagen zu üben.

 

Nach dem alle der Fünfergruppe einmal in der Mitte gestanden sind, gab es eine Pause mit kleinen Snacks. Was mich sehr verwundert hat, war die Ruhe in dem Raum. Kaum jemand sprach, jeder war ganz bei sich und zufrieden. Das war mal eine sehr schöne Erfahrung, nicht immer alles gleich totquatschen zu müssen. Ich habe das sehr genossen!

Paar 2 

Nach der Pause setzten wir uns alle in einen Kreis. Wir sollten dann im Vierfüsslerstand durch die Mitte des Kreises auf die gegenüberliegende Seite krabbeln. Als in der Mitte ein Riesentumult ausbrach, sagte der Moderator, wir sollen und einfach an Ort und Stelle fallen lassen und hinlegen – so schnell bildet man ein menschliches Wollknäuel 😉 erstaunlich 😉

 

Wir sollten einfach mal in Kontakt mit der Situation und den anderen Teilnehmern kommen.

Als es gerade anfing bequem zu werden, wurden wir vom Moderator wieder „aufgescheucht“. Er ließ und nochmals durch den Raum laufen und dann sollten wir eine Menschenschlange bilden. Und zwar sollten am Anfang der Schlange die Leute sein, die sehr viel Kuschelbedarf hatten und mitten ins Geschehen wollten und am ende der Schlange sollten diejenigen gehen, die etwas mehr Distanz, Kontrolle und Freiheit benötigten.

 

Ich traute der ganzen Geschichte noch nicht so wirklich und reihte mich deshalb ziemlich gegen Ende der Schlange ein. Nun ließ uns der Moderator eine Spirale gehen und als diese schön eng war, sollten wir uns wieder fallen lassen. Schön war nun, dass ich einen tollen Platz am Rande des Geschehens hatte und mir somit mein Freiraum geblieben war, den ich momentan noch brauchte.

 

Von ganz allein fanden nun Hände zu Händen, der eine Kopf lag auf dem Bauch des anderen, Beine überkreuz, eine Hand an einem Fuß von jemand anderem, Körper an Körper, Kopf auf Schulter eines anderen,… also jeder kuschelte und schmiegte sich an.

Erstaunlicherweise lief der ganze Abend wirklich ohne Gegrabsche oder Gefummel ab. Im Gegenteil, ich war erstaunt, als ich bemerkte, dass ich selbst auch keinerlei Interesse daran hatte, mir nur Gedanken in diese Richtung zu machen. Dafür habe ich die Nähe und die Streicheleinheiten viel zu sehr genossen.

 

Und siehe da, im Laufe der Zeit, hatte ich mich von ganz allein immer weiter in die Gruppe hineingekuschelt. Ich lag nun nicht mehr ganz am Rand wie zu Anfang, sondern mitten drin.

Ich kam mit den unterschiedlichsten Gefühlen in Kontakt. Da war die Angst, mir etwas zu gönnen, „was ich ja gar nicht verdient habe“, oder der Gedanke, dass „ich mir selbst im Wege stehe“, aber auch der Gedanke, dass „ich vertrauen darf und dieses Vertrauen nicht missbraucht wird“ kam hoch und fühlte sich sehr sehr gut an.

 

Dieser Abend war eine tolle und ganz extreme Selbsterfahrung für mich. Ich habe tolle Menschen auf eine Art und Weise kennenlernen dürfen, wie man es normalerweise nicht unbedingt tut. Von den meisten kenne ich noch nicht einmal den Namen. Das macht aber auch nichts, denn jeder hat auf seine Art ganz viel gegeben und ganz viel bekommen. Jeder einzelne war richtig und wichtig – genau so wie er/sie war und ist. Da braucht es keine Oberflächlichkeiten wie Namen. Und doch würde ich mich sehr freuen, das eine oder andere Gesicht einmal wiederzusehen.

 

Denn eines ist sicher: das war nicht mein letzter Kuschelabend, sondern mein Erster!!!

 

 Mich würde jetzt noch brennend interessieren, was du über so einen Kuschelabend denkst. Wäre das auch was für dich? Was hast du für eine Meinung hierzu? Ich bin schon ganz gespannt, auf Deine Kommentare und Beiträge!

Neue Perspektiven eröffnen neue Erkenntnisse

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Kleine Anregung zum Lesen des folgenden Textes:

Wie wäre es, wenn Sie den Text auf sich selbst beziehen? Wenden Sie ihn einfach auf sich selbst an.

Die Einladung
Es interessiert mich nicht, womit du dein Geld verdienst.

Ich will wissen, wonach du dich sehnst und ob du die Erfüllung deines Herzenswunsches zu träumen wagst.

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist.

Ich will wissen, ob du es riskierst, dich zum Narren zu machen auf deiner Suche nach Liebe, nach deinem Traum, nach dem Abenteuer des Lebens.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten ein Quadrat zu deinem Mond Bilden.

Ich will wissen, ob du deinem Lied auf den Grund gegangen bist und ob dich die Ungerechtigkeiten des Lebens geöffnet haben, oder du dich klein machst und verschließt, um dich vor neuen Verletzungen zu schützen.

Ich will wissen, ob du Schmerz – meinen oder deinen eigenen – ertragen kannst, ohne ihn zu verstecken, zu bemänteln oder zu lindern.

Ich will wissen, ob du Freude – meine oder deine eigene – aushalten, dich hemmungslos dem Tanz hingeben und jede Faser deines Körpers von Ekstase erbeben lassen kannst, ohne an Vorsicht und Vernunft zu appellieren oder an die Begrenztheit des Menschseins zu denken.

Es interessiert mich nicht, ob das was du mir erzählst wahr ist.

Ich will wissen, ob du andere enttäuschen kannst, um dir selbst treu zu bleiben; ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst, um deine eigene Seele nicht zu verraten; ob du treulos sein kannst, um vertrauenswürdig zu bleiben.

Eisblumen

Ich will wissen,ob du die Schönheit des Alltäglichen erkennen kannst, selbst wenn sie nicht immer angenehm ist, und ob ihre Allgegenwärtigkeit die Quelle ist, aus der du die Kraft zum Leben schöpfst.

Ich will wissen, ob du mit Unzulänglichkeit leben kannst – meiner oder deiner eigenen – und immer noch am Seeufer stehst und der silbrigen Scheibe des Vollmonds ein uneingeschränktes „Ja“ zurufst.

Es interessiert mich nicht, wo du wohnst oder wie reich du bist.

Ich will wissen, ob du nach einer kummervoll durchwachten Nacht zermürbt und müde bis auf die Knochen aufstehen kannst, um das Notwendige zu tun, damit deine Kinder versorgt sind.

Es interessiert mich nicht, wen du kennst oder wie du hierher gekommen bist.

Ich will wissen, ob du inmitten des Feuers bei mir ausharren wirst ohne zurückzuweichen.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem du studiert hast.

Ich will wissen, was dich von innen heraus trägt, wenn alles andere wegbricht.

Ich will wissen, ob du mit dir selbst allein sein kannst und ob du den, der dir in solch einsamen Momenten deines Lebens Gesellschaft leistet, wirklich magst. (*)

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir Ihre Gedanken und Eindrücke zu diesem Text mitteilen.

Herzliche Grüße
Ihre Ruso

(*)Verfasser: Oriah Mountain Dreamer: Die Einladung. München 2000. S.7f / Foto: by http://www.raum-für-dich.com – Erlaubnis zur Veröffentlichung liegt vor